Irgendwas läuft falsch
Wenn man einen Christen fragt an welcher Stelle Jesus in seinem Leben steht, wird er ohne zu zögern sagen, dass er an erster Stelle steht. Jeder wird bekennen das Jesus ihn am wichtigsten im Leben ist und auch der Herr über unser Leben ist.
Manchmal frag ich mich ob das oft nicht nur leere Floskeln sind. Stimmen unsere Worte mit unserem Leben überein?
Wie viel Zeit räumen wir Gott in unserem Leben ein? Sind für uns Bibellesen und das Gebet nur eine (lästige) Routine, die man halt als Christ machen muss, etwas was man halt innerhalb von ein paar Minuten abarbeitet?
Wie schnell vergeht oft die Zeit im Internet, beim Anschauen von einem Fußballspiel und bei sinnlosen Gerede.
Wie langsam dagegen beim Gebet.
Wir verbringen oft Stunden mit sinnlosen Dingen, aber wie viel Zeit verbringen wir im Bibellesen und Gebet?
Kann es sein das hier die Relation nicht mehr stimmt?
Wo sind die Menschen die noch vor Gott im Gebet ausharren, die für den Glauben brennen?
Ist es nicht so, dass der Glauben schnell zur Routine wird?
Man ist damit aufgewachsen, hat sich einmal bekehrt, aber sonst bedeutet der Glauben einem Recht wenig?
Ist es uns überhaupt bewusst was es bedeutet das Gott uns alle Schuld vergeben hat? Sind wir ihm noch dafür dankbar, oder ist das auch schon selbstverständlich geworden?
Was bedeutet es wenn Jesus der Herr unseres Lebens ist
Christ sein bedeutet aber nicht nur die Vergebung der Sünden sondern auch ein Leben nach Gottes Willen durch seine Kraft.
In Math. 22 35-38 steht:
Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und größte Gebot.
Und an einer anderen Stelle sagt Jesus:
Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen [Johannes 14,23]
Gott verlangt das man nach der Bibel lebt. Er erwartet das wir ihm gehorchen. Und woher soll man wissen was Gottes Willen ist wenn nicht aus der Bibel?
Wir müssen das Bibellesen und das Gebet wieder zu einer Priorität in unserem Leben machen, nicht aus Zwang oder Gesetz, das kann man vergessen sondern aus Liebe zu Jesus um mehr von ihm zu erfahren und um Gemeinschaft mit ihm zu verbringen.
Wir müssen Jesus kompromisslos nachfolgen, was nicht aus eigener Kraft möglich ist sonder nur wenn wir ihm in uns leben lassen.
Ich wünsche mir Christen deren Glauben richtig lebendig ist, die für Jesus brennen, denen Gebet nicht nur wichtig ist sondern viel Zeit mit Gott im Gebet verbringen und sich von ihm umgestalten lassen. Wir dürfen nicht im Glauben einschlafen sonder alles für Jesus geben – zu seiner Ehre!
Wahre Worte!
Ja, leider haben Christen für alles Mögliche Zeit, nur nicht für Gott.
Du redest immer von “man” und anderen Christen, wie sieht es bei Dir aus? Wann hat Gott das letzte Mal zu Dir geredet und wie setzt du das Gehörte in Taten um?
Nicht angewandtes Bibellesen ist wie angehäuftes Manna.
Ich wünsche dir ein dienendes Herz und Mut in der Nachfolge.
Hallo Harald,
vielen Dank für diesen Kommentar.
In diesem Artikel ist es nicht mein Ziel auf andere Christen runter zuschauen, sondern beziehe, wie es durch die “Wir” Formulierung deutlich hätte werden sollen mich und alle mit ein.
Liebe Grüße,
Johannes
Hallo Johannes,
vielen Dank, ein sehr guter Blog.
Ich habe gerade frei (zwischen zwei Arbeitsstellen), und versuche, so jeden Tag etwa 2h mit Bibel und Gebet zu verbringen. Manchmal auch mehr, aber auch nicht schlimm, wenn es nur 1.5h wird. Wie dem auch sei. Waehrend eines stressigen Jobs fand ich das recht schwierig, so etwas durchzuziehen, um taeglich laenger als 1h in Bibel und Gebet zu verbringen. Es ist sicher moeglich, aber ich war nicht wirklich konsistent. So blieb es oft bei 30 min oder 1h, oder manchmal auch gar keine Zeit mit Gott – oft merkte ich das dann am Tag.
Dann habe ich mir aber den Samstag morgen genommen, und da mal z.B. den ganzen Roemerbrief oder so gelesen. Es hat mir auch viel gebracht, den Samstag frueh ins Bett zu gehen, damit ich auch Sonntag schon gegen 6.30 aufstehen kann und z.B. da auch 2h Zeit mit Gott zu verbringen – vor dem Gottesdienst. Dann hat man wirklich viel mehr vom GoDi, und kann auch andere Menschen ermutigen.
Das ganze ist natuerlich kein Leistungssport, und es geht nicht darum, auf die Stoppuhr zu schauen. Aber ich wuerde in jedem Fall sagen: viel Zeit mit Gott tut ungemein gut, man wird wirklich sehr erbaut, und man faengt erst an, im Heiligen Geist zu leben.
In dem Sinne, mache weiter so mit dem Blog. Ich denke, wenn man nur 5min Stille Zeit macht, dann reicht das bei weitem nicht aus. So kann man auch spaeter mal nicht vor Gott bestehen. Denn dann war Gott uns nicht Gott, sondern andere Dinge waren uns wesentlich wichtiger.
OK, Gottes Segen !