Voraussetzung – Erfolgreiche Evangelisation

Warum gibt es Gemeinden bei denen Evangelisationen richtig gut laufen und manche bei denen gar nichts läuft.
Liegt es an bestimmten Methoden, Techniken oder am Geldeinsatz?

In seinem Buch Mit Volldampf durch die Kontinente schreibt Wilhelm Pahls über dieses Thema:

Wie viele Hoffnungen wurden mancherorts geweckt, welch große Geldsumme ausgegeben und wie viel Zeit aufgewendet, ohne dass am Ende etwas Bleibendes dabei herauskam. Nichts ist geeigneter, eine Gemeinde evangelisationsmüde zu machen, als der Frust einer erfolglosen Evangelisation.
Manche Gemeinden haben sich sogar für immer von der allerwichtigsten Aufgabe verabschiedet.
Die Gründe für den Misserfolg werden an allen möglichen Stellen gesucht, nur nicht da, wo sie wirklich liegen: im eigenen Verschulden

Er fügt drei wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Evangelisation an.

  1. Das geordnete Leben aller Mitarbeiter
  2. Das intensive Gebet der Gläubigen
  3. Die erwartungsvolle Mitarbeit aller Gemeindeglieder

1. Das geordnete Leben aller Mitarbeiter
Es ist klar, wir können nicht mit Gottes Wirken rechnen wenn wir selber in unserem Leben in Sünden leben.
Wir können nicht mit dem Eingreifen Gottes rechnen wenn wir in unseren Gemeinden Streit oder Gruppenbildungen haben und selber nicht mit unseren Mitchristen auskommen.
Wilhelm Pahls schreibt:

Es gibt Zeiten, wo wir aufhören müssen, um eine Erweckung zu beten. Wo wir vielleicht vom Gebet aufstehen sollten, um uns mit der Sünde in unserer Mitte zu befassen; wo wir aufhören sollten mit unserem „Lobpreis“, um erst einmal  „das goldene Kalb“ zu beseitigen.
Erweckung kommt nicht durch eine neue Methode, sie kommt nicht, wenn wir mit Trommellärm durch die Straßen ziehen; sondern dann ist Erweckung, wenn Gottes Volk aufräumt und sich ganz Gott zur Verfügung stellt.

2. Das intensive Gebet der Gläubigen
Ein gewaltiges Problem haben Gemeinden die nicht vor Evangelisationen beten. Diese können nicht damit rechnen das Gott eingreift. Wer nicht bittet bekommt auch nicht.
Wilhelm Pahls schreibt:

Im Leben vieler Christen ins das Gebet wirklich nur eine ganz kleine Randerscheinung. Manche Gemeinden haben gar keine Gebetsversammlung mehr, und wenn es sie noch gibt ist sie meist eine beschämend schlecht besuchte Veranstaltung.  [..] Wen wunder es da, wenn der Himmel weiterhin verschlossen bleibt.  [..]
Was könnte geschehen, wenn die schlafende Christenheit erwachen würde, wenn alles das Gebet entdecken und wirklich auch praktizieren würden!
Die wertvollsten Mitarbeiter einer Gemeinde sind die, die so groß sind, dass sie auf ihren Knien den Himmel berühren.

Ich wünsche mir das wir Christen wieder aufwachen. Wir verschwende  oft in unseren Gemeinden viel zu viel Zeit mit unnötigem Zeug, aber wir beten zu wenig. Ich wünsche mit das wir Christen wieder das Gebet entdecken und Gott anhaltend um Erweckung und Bekehrungen bitten.

3. Die erwartungsvolle Mitarbeit aller Gemeindeglieder
Ohne Gebet ist alle Arbeit sinnlos, aber Gebet ersetzt nicht die Arbeit.

Nur wenn wir Beter sind, kann Gott unsere Arbeit segnen. Gott ist aber kein Laufbursche, der uns die Arbeit abnimmt. Unsere Gebete müssen Hände und Füße Bekommen.
Wilhelm Pahls

Moody sagte einmal als die Frage aufkam warum er so erfolgreich evangelisierte:

Am Morgen bete ich zwei Stunden und den Rest des Tages helfe ich Gott meine Gebete zu erhören.

Wir können sicher sein, dass Gott unsere missionarische Arbeit segnen wird wenn wir sie für ihn tun und diese auch im Gebet vorbereitet haben.

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5 Gedanken zu “Voraussetzung – Erfolgreiche Evangelisation

  1. Stimme ich voll zu. Ein Problem könnte aber – so denke ich – auch der Inhalt der Evangelisation sein. Bringen die Evangelisationen auch wirklich das Evangelium oder etwas anderes?

    Das Evangelium ist zwar Gottes Kraft, aber die Pforte und der Weg sind schmal. Es kann auch frustrierend sein, selbst wenn man alles richtig macht. John MacAthur sagte einmal sinngemäss: „Das Evangelium ist zwar einfach zu verstehen, aber es ist schwer, daran zu glauben.“ Joel Osteen hat z.B. eine Mega-„Kirche“, viele Leute lassen sich von ihm anziehen, aber sein Evangelium ist ein Selbsthilfe- und Wohlfühlangebot – nichts, das die Menschen errettet.

  2. Klar, wenn den Leuten ein Wohlstandschristentum oder ein anderes Gebräu serviert wird kann man das echt vergessen.
    Aber wenn man alles richtig macht bin ich überzeugt das Gott viel schenken wird.
    Wenn ich z.B. die Bücher von Pahls (ein bibeltreuer Prediger) lese und mitbekomme wie viele sich bekehren ist das echt genial.

  3. Hallo Johannes,

    Starker Artikel.

    Pahls hat vollkommen Recht: das Hauptproblem liegt oft bei den Gläubigen selbst. Das ist auch mein Erfahrung! Das Zitat von Moody gefällt mir!

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