Kein Glaube ohne Umkehr

Wayne Grudem schreib in seinem Buch Biblische Dogmatik Folgendes zu diesem Thema:

Wenn wir uns dessen bewusst werden, dass echter rettender Glaube von echter Buße für die Sünde begleitet sein muss, hilft uns dies zu verstehen, weshalb manche Evangeliusverkündigung heute nur solche unzureichenden Ergebnisse erbringt. Wenn die Notwendigkeit der Buße gar nicht erwähnt wird, lautet die Botschaft des Evangeliums manchmal nur: „Glaube an Jesus Christus, und du wirst gerettet werden“,  ohne dass überhaupt noch etwas von der Buße gesagt wird. Diese verwässerte Version des Evangeliums fordert keine rückhaltlose Hingabe an Christus von ganzem Herzen – die Hingabe an Christus muss, wenn sie echt sein will, einen Herzensentschluss zur Abkehr von der Sünde einschließen. Predigt man die Notwendigkeit des Glaubens ohne Buße, so predigt man nur das halbe Evangelium. Dies wird zur Folge haben, dass viele Menschen getäuscht werden; sie denken dann, sie hätten das christliche Evangelium gehört und es ausprobiert, aber es sei nicht mit ihnen geschehen. Sie könnten sogar etwa Folgendes sagen: „ich habe Jesus Christus immer wieder als meinen Retter angenommen, und es hat nie richtig funktioniert.“ In Wirklichkeit jedoch haben sie Christus nie richtig als ihren Retter angenommen, denn er kommt in seiner Majestät zu uns und lädt uns ein, ihn als denjenigen zu empfangen, der er ist – als denjenigen der auch der absolute Herr unseres Lebens zu sein verdient und verlangt.

Gesetzlichkeit

Thomas Schirrmacher schreibt in seinem Buch Gesetz und Geist folgendes zu diesem Thema:

Die Warnung vor der Gesetzlichkeit ist […]eine Warnung davor, das Gesetz als Heilsweg mißzuverstehen oder den Heidenchristen das Zermonialgesetz aufzuzwingen oder aber das Gesetz unabhängig von Christus halten zu wollen.
[…] Clark geht davon aus, daß Gesetzlichkeit im Laufe der Theologiegeschichte immer die Auffassung bezeichnete, daß der Mensch durch das Halten des Gesetzes sein Heil erwirken könne. Das Gegenstück zur Gesetzlichkeit war dann die Rechtfertigung durch Glauben, die zum richtigen Auslegen der Gebote Gottes führt.

Schirrmacher definiert Gesetzlichkeit in 5 Kategorien
1. das Gesetz zu halten, um gerecht zu werden und das Heil zu erlangen
2.das Zermonialgesetz nach der Kreuzigung Jesu anderen auferlegen
3.zu den Geboten Gottes weitere menschliche Gebote und Traditionen hinzuzufügen
4.die wesentlichen Dinge zugunsten geringerer Dinge zu vergessen
5.nur auf eine äußere Erfüllung der Gebote Gottes zu achten

Darf ein Christ…. ?

Was darf alles ein Christ tun? Ist es für einen Christen erlaubt? Wie weit darf ich gehen?
Solche Fragen bekommt man immer wieder zu hören.
Zu diesem Thema schreibt Charles Ryrie folgendes:

Die Heiligkeit Gottes ist der Maßstab für das Leben und Verhalten des Gläubigen (1Joh 1,7). Das sollte alle nutzlosen Debatten beenden, was für den Christen erlaubt ist und was nicht. Unser Verhalten hat sich an der einfachen Frage zu messen: Ist es heilig? Das ist der einzige Maßstab für den Gläubigen. Er entspricht diesen Maßstab zwar nicht immer, darf ihn aber niemals aufgeben.

Die Frage ob ein Verhalten heilig ist oder nicht kann man übrigens mit der Bibel beantworten – wieder ein weiterer Grund die Bibel zu lesen.

Hoffnung: Gottes Königsherrschaft

Guido Baltes schreibt davon, wie wir Christen uns von der Hoffnung der kommenden Königsherrschaft Gottes anstecken lassen sollen:

Von der Hoffnung auf eine Welt, die besser ist als die, die wir gegenwärtig erleben. Auf eine veränderte Welt, in der Gottes Wille geschieht und seine Herrschaft anerkannt wird. In der alle Völker sich zu ihm wenden werden und die Erde voll sein wird von der Erkenntnis des Herrn, sowie Wasser die Meere bedeckt.

Wir warten auf diese Königsherrschaft Gottes. Denn es wird die Zeit kommen, in der Jesus als König wiederkommt. Es wird einen neuen Himmel und eine Neue Erde kommen und Jesus wird eine Herrschaft des Friedens aufrichten. Wölfe werden bei den Lämmern liegen, Schwerter werden zu Pflugscharen geschmiedet. Die Hoffnung Israels, die Hoffnung der Propheten – Jesus wird sie erfüllen – er wird wiederkommen.
Ja, komm Herr Jesus, komme bald!