Kein Glaube ohne Umkehr

Wayne Grudem schreib in seinem Buch Biblische Dogmatik Folgendes zu diesem Thema:

Wenn wir uns dessen bewusst werden, dass echter rettender Glaube von echter Buße für die Sünde begleitet sein muss, hilft uns dies zu verstehen, weshalb manche Evangeliusverkündigung heute nur solche unzureichenden Ergebnisse erbringt. Wenn die Notwendigkeit der Buße gar nicht erwähnt wird, lautet die Botschaft des Evangeliums manchmal nur: „Glaube an Jesus Christus, und du wirst gerettet werden“,  ohne dass überhaupt noch etwas von der Buße gesagt wird. Diese verwässerte Version des Evangeliums fordert keine rückhaltlose Hingabe an Christus von ganzem Herzen – die Hingabe an Christus muss, wenn sie echt sein will, einen Herzensentschluss zur Abkehr von der Sünde einschließen. Predigt man die Notwendigkeit des Glaubens ohne Buße, so predigt man nur das halbe Evangelium. Dies wird zur Folge haben, dass viele Menschen getäuscht werden; sie denken dann, sie hätten das christliche Evangelium gehört und es ausprobiert, aber es sei nicht mit ihnen geschehen. Sie könnten sogar etwa Folgendes sagen: „ich habe Jesus Christus immer wieder als meinen Retter angenommen, und es hat nie richtig funktioniert.“ In Wirklichkeit jedoch haben sie Christus nie richtig als ihren Retter angenommen, denn er kommt in seiner Majestät zu uns und lädt uns ein, ihn als denjenigen zu empfangen, der er ist – als denjenigen der auch der absolute Herr unseres Lebens zu sein verdient und verlangt.

Radikal, brennen & Nachfolge

Wir Christen sind mit Jesus unterwegs.
Wir wissen: Jesus hat unsere Sünden vergeben.
Wir haben ihn als Herr im Leben angenommen.

Brennen wir aber wirklich für ihn?
Wie schnell wird unserer Glauben zur Routine? Ja, man ließt die Bibel und man betet – zumindest ein paar Minuten – Routine und Pflichtgefühl? Oder aufgrund eines unbändigen brennen für Jesus?

Was können wir dagegen tun, wenn unserer Glaube zur Routine verfällt?
Zufrieden sein, denn man ist ja gerettet?
Oder auf die Knie gehen – Gott bitten das Feuer radikal zum brennen zu bringen!

Ein Feuer in uns – ein Verlangen Gott zu verherrlichen.
Gott groß zu machen – durch unsere Anbetung, durch unser Leben.
Ein Feuer, dass nicht nur in uns brennt.
Ein Feuer, dass einen Flächenbrand auslöst – dass andere von Jesus ergriffen werden, für Jesus brennen.

Ein Feuer, dass Auswirkungen hat.
Das faule Kompromisse in Asche verwandelt.
Das unser Leben sich nicht an den Maßstäben der Gesellschaft orientiert, sondern an der Bibel.
Ein Feuer, dass uns treibt die Botschaft der Bibel, radikal – so wie sie ist – zu verbreiten.

Ein Feuer, dass nur Gott in uns zum brennen bringen kann.

 

Lernen von Jesus – Versuchungen 3

Nachdem die erste Versuchung scheiterte setzt der Teufel zu einem Strategiewechsel an. Er ändert einfach mal seine Taktik und greift von einer anderen Richtung an.
Jetzt versucht der Teufel es ganz auf fromm. Er tritt jetzt als Theologe auf und fordert Jesus zu einem Gottesbeweis auf.
Aber ein nach dem anderen.
Der Teufel nimmt Jesus mit nach Jerusalem auf das Dach des Tempels.
Der war ziemlich hoch, man hatte eine recht gute Aussicht, auch nach unten, denn es ging ca. 40 m herunter.
Dort oben auf dem Dach kam dann die Herausforderung .
Wenn du der Sohn Gottes bist – na schön, beweise es!
Es war eine spöttische Versuchung und eine große Provokation.
Der Teufel stellt die Göttlichkeit Jesu in Frage. Mit dieser unverschämten Provokation wollte er Jesus dazu bringen die Herausforderungen anzunehmen.
Er wollte das Jesus vom Tempel springt.
So könnte er doch beweisen, dass er göttlich ist.
Wenn Jesus diesen Sturz aus 40 m unbeschadet überlebt wäre der Beweis gebracht. Er könnte Beweisen, dass er der Sohn Gottes ist.
Und nicht nur das. Der Tempel war ja das Zentrum des jüdischen Lebens. Man ging viel zum beten in den Tempel. Dort war reger Betrieb.
Ein Sprung vom Dach des Tempels hätte Jesus in den Mittelpunkt gestellt.
Statts der Abgeschiedenheit der Wüste, stände Jesus im Zentrum. Weiterlesen

Rückblick ProChrist

Gott hat uns nicht vergessen.
So lautet das Motto der diesjährigen ProChrist Veranstaltung.
Nicht nur in der gut gefüllten Porschearena, sondern auch in ganz Europa wurde die Veranstaltung besucht.

An zwei Abenden war ich vor Ort.
Parzany verstand es, die gute Nachricht mit Worten von Heute und unmissverständlich herüber zubringen.
Er erklärte das Evangelium, sprach von Bekehrung und rief die Zuhörer zu einer Umkehr zu Jesus auf.
Es waren beeindruckende Momente. Mehrere Hunderte folgten den Aufruf und übergaben ihr Leben Jesus.

Parzany scheute sich nicht auch, biblische Werte zu verkünden, was in einer intoleranten Zeit, wie der unsrigen immer wieder auf Gegenwehr stößt.
So bezeichnet ihn Welt online in einem kritischen Artikel als einen „homophoben Fundamentalisten“.
Des weiteren zu lesen ist folgendes:
In seinen Predigten und Büchern zerfetzt er jedenfalls so manches, was liberalen Mainstream-Christen lieb und teuer ist. Über die Allversöhnungslehre, nach der ausnahmslos alle Menschen einst in göttlicher Harmonie leben werden, lacht er herzlich.
Dass alle Religionen gleichwertige Wege zu Gott seien, hält er für gut gemeinten Mumpitz, die historische Bibelkritik scheint ihm so hilfreich
wie ein Kropf. Und Homosexualität mag er auch nicht als der Heterosexualität gleichwertig anerkennen.[…]Was also treibt die EKD, diesen Plagegeist aller theologisch Liberalen zu unterstützen

Hierbei muss angemerkt werden, dass dieser Artikel, als eine Art Gütersiegel für eine gute Evangelisation verstanden werden kann, denn wenn die Journalisten auf diese Weise aufschreien, zeigt dies, dass der Mut vorhanden ist, gegen das Diktat des Relativismus, das Evangelium klar und biblisch zu verkündigen.

Veranstaltungen wie ProChrist sind erfreulich und es ist zu hoffen, dass es auch nach Parzany so weitergeht.

Die Frage der Hölle

Die Frage der Hölle bewegt die Menschen. Es ist eine Frage der Trauer, eine Frage von Schmerz.
Ein Thema das erst ist. Ein vielschichtiges Thema. Pauschalantworten helfen nicht weiter.
Was ist die Hölle und wie lang geht sie? Die Hölle lässt viele Fragen offen.
Unsere Vorstellungen, die Bilder die in unseren Köpfen sind, woher kommen sie? Ein Produkt des Mittelalters, oder der Bibel?
Was sagt die Bibel zu diesem heiß diskutierten Thema?
Auf 15 Seiten habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt, das Resultat kann hier eingesehen werden:

Ein Diskurs über die Hölle

Evangelisations-Lähmung

Wir brauchen Christen denen klar ist das nur Jesus Menschen in den Himmel bringen kann. [..]
Ich sehe bei unserer Mission eine Lähmung.
Wir glauben nicht, dass es die Hölle gibt, wir glauben nicht das der Friedhof einen doppelten Ausgang hat.
Bis in evangelikale Kreise hört man’s nicht mehr so gern wenn von Himmel und von Hölle gepredigt wird.

Lutz Scheufler in einer Predigt.

Genau hingeschaut – Willow Creek Teil 6

Willow und das Marketing

Die einen verachten es und legen es als komplett falsch beiseite und die anderen sehen es als eine segensreiche Methode in der Gemeinde und wollen es ganz anwenden – Marketing.

Doch schauen wir uns erst einmal an was Marketing an sich ist.

Was ist Marketing

Marketing ist der Ausdruck eines marktorienierten, also kundenorientierten Denkstils.

Das Marketing hat verschiedene Phasen

1.Marktforschung /Situationsanalyse
2.Ziele Entwickeln
3.Strategien entwickeln
4.Maßnahmen Planen / Marketing-Mix
5.Maßnahmen umsetzten / Marketing-Mix
6.Marketingkontrolle

Ich gehe mal näher auf die Punkte 4 und 5 ein. Zu diesen Maßnahmenplanungen gehören unter anderem folgende Marketinginstrumente:
1. Die Produktpolitik
Die Produktpolitik regelt die Produktgestaltung, die Servicepolitik sowie die Produktdifferenzierung
2. Die Kommunikationspolitik
Hierzu gehört Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Verkaufsförderung sowie der persönliche Verkauf.

Soweit erst mal zur Theorie, schauen wir uns an wie bei Willow Marketing angewandt wird.

Schauen wir uns erst einmal die positiven Auswirkungen an.

1.Willow hat eine Vision, also ein Ziel (Marketingphase 2) für die Gemeinde. Sie wollen das sich die örtliche Gemeinde in dem Gebiet der Evangelisation nach außen bemüht.
2.Verwalterschaft. Willow sagt das man die Verantwortung für das vorhandene Potential übernehmen muss und fordert auf zu einem treuen Verwalter-dienst
3.Willow hat für die Gemeinde eine Strategie (Marketingphase 3) um aussenstehende zu erreichen (siehe 7 Schritt-Strategie)
4.Überzeugende Kommunikation ( Marketingphase 4) Dazu gehören Willows offene Gottesdienste, die nebenbei nicht die Sonntagsgottesdienste bei ihnen ersetzen, wo sie Nichtchristen auf überzeugende Art und Weise den Glauben erklären. Weiterlesen