Gesetzlichkeit

Thomas Schirrmacher schreibt in seinem Buch Gesetz und Geist folgendes zu diesem Thema:

Die Warnung vor der Gesetzlichkeit ist […]eine Warnung davor, das Gesetz als Heilsweg mißzuverstehen oder den Heidenchristen das Zermonialgesetz aufzuzwingen oder aber das Gesetz unabhängig von Christus halten zu wollen.
[…] Clark geht davon aus, daß Gesetzlichkeit im Laufe der Theologiegeschichte immer die Auffassung bezeichnete, daß der Mensch durch das Halten des Gesetzes sein Heil erwirken könne. Das Gegenstück zur Gesetzlichkeit war dann die Rechtfertigung durch Glauben, die zum richtigen Auslegen der Gebote Gottes führt.

Schirrmacher definiert Gesetzlichkeit in 5 Kategorien
1. das Gesetz zu halten, um gerecht zu werden und das Heil zu erlangen
2.das Zermonialgesetz nach der Kreuzigung Jesu anderen auferlegen
3.zu den Geboten Gottes weitere menschliche Gebote und Traditionen hinzuzufügen
4.die wesentlichen Dinge zugunsten geringerer Dinge zu vergessen
5.nur auf eine äußere Erfüllung der Gebote Gottes zu achten