Kein Glaube ohne Umkehr

Wayne Grudem schreib in seinem Buch Biblische Dogmatik Folgendes zu diesem Thema:

Wenn wir uns dessen bewusst werden, dass echter rettender Glaube von echter Buße für die Sünde begleitet sein muss, hilft uns dies zu verstehen, weshalb manche Evangeliusverkündigung heute nur solche unzureichenden Ergebnisse erbringt. Wenn die Notwendigkeit der Buße gar nicht erwähnt wird, lautet die Botschaft des Evangeliums manchmal nur: „Glaube an Jesus Christus, und du wirst gerettet werden“,  ohne dass überhaupt noch etwas von der Buße gesagt wird. Diese verwässerte Version des Evangeliums fordert keine rückhaltlose Hingabe an Christus von ganzem Herzen – die Hingabe an Christus muss, wenn sie echt sein will, einen Herzensentschluss zur Abkehr von der Sünde einschließen. Predigt man die Notwendigkeit des Glaubens ohne Buße, so predigt man nur das halbe Evangelium. Dies wird zur Folge haben, dass viele Menschen getäuscht werden; sie denken dann, sie hätten das christliche Evangelium gehört und es ausprobiert, aber es sei nicht mit ihnen geschehen. Sie könnten sogar etwa Folgendes sagen: „ich habe Jesus Christus immer wieder als meinen Retter angenommen, und es hat nie richtig funktioniert.“ In Wirklichkeit jedoch haben sie Christus nie richtig als ihren Retter angenommen, denn er kommt in seiner Majestät zu uns und lädt uns ein, ihn als denjenigen zu empfangen, der er ist – als denjenigen der auch der absolute Herr unseres Lebens zu sein verdient und verlangt.

Ein puritanisches Gebet

Lass mich diesen Widerspruch verstehen,
dass der Weg, der abwärts geht, nach oben führt,
dass ich erhöht bin, wenn ich am Boden liege,
dass ein zerbrochenes Herz ein geheiltes Herz ist,
dass ein bußfertiger Geist ein jubelnder Geist ist,
dass eine bußfertige Seele eine siegreiche Seele ist,
dass wenn ich nichts habe, ich alles besitze,
dass wenn ich mein Kreuz aufnehme, ich eine Krone trage,
dass geben nehmen heißt, dass das Tal der Ort des Schauens ist.
Herr am hellichten Tag können aus den tiefsten Schächten heraus
Sterne gesehen werden, und je tiefer die Gruben sind,
desto strahlender leuchten deine Sterne.
Lass mich dein Licht in meiner Dunkelheit entdecken,
dein Leben in meinem Tod,
deine Freude in meinen Sorgen,
deine Gnade in meiner Sünde,
deinen Reichtum in meiner Armut,
deine Herrlichkeit in meinem Tal.

Gesetzlichkeit

Thomas Schirrmacher schreibt in seinem Buch Gesetz und Geist folgendes zu diesem Thema:

Die Warnung vor der Gesetzlichkeit ist […]eine Warnung davor, das Gesetz als Heilsweg mißzuverstehen oder den Heidenchristen das Zermonialgesetz aufzuzwingen oder aber das Gesetz unabhängig von Christus halten zu wollen.
[…] Clark geht davon aus, daß Gesetzlichkeit im Laufe der Theologiegeschichte immer die Auffassung bezeichnete, daß der Mensch durch das Halten des Gesetzes sein Heil erwirken könne. Das Gegenstück zur Gesetzlichkeit war dann die Rechtfertigung durch Glauben, die zum richtigen Auslegen der Gebote Gottes führt.

Schirrmacher definiert Gesetzlichkeit in 5 Kategorien
1. das Gesetz zu halten, um gerecht zu werden und das Heil zu erlangen
2.das Zermonialgesetz nach der Kreuzigung Jesu anderen auferlegen
3.zu den Geboten Gottes weitere menschliche Gebote und Traditionen hinzuzufügen
4.die wesentlichen Dinge zugunsten geringerer Dinge zu vergessen
5.nur auf eine äußere Erfüllung der Gebote Gottes zu achten

Timotheus – Magazin: Der Zorn Gottes

Im Januar ist das Timotheus Magazin mit dem Thema: Der Zorn Gottes erschienen.
Ziel dieser Ausgabe ist es, ein biblisches Gottesbild aufzuzeigen, welches vom Zeitgeist unabhängig ist – dazu gehört dann auch, dass der Zorn Gottes erwähnt wird.
Es ist ein Thema, welches auch in evangelikalen Kreisen verschieden gesehen wird – von daher ist es notwendig herauszufinden was die Bibel darüber wirklich lehrt.- Ein allemal spannendes Thema –

Neben Artikel über einen deutschen Puritaner und über den König Josia betreffen die Artikel folgende Themen:
Zorn und Sühne (Waldemar Dirksen) – Das Wesen seines Zorns (Kurt Vetterli) -Der Kelch des Zorns (Nils Freersema) – Zorn vs. Zorn (Jörn Krebs) – Sünder in den Händen eines zornigen Gottes (Benedikt Peters)

Zum Inhalt:
Das Ziel, die (vergessene) Frage des Zorn Gottes darzulegen ist insgesamt gelungen. Verschiedene Autoren umkreisen das Thema von unterschiedlichen Seiten.
Besonders zu erwähnen ist der Artikel von Kurt Vetterli über das Wesen von Gottes Zorn – er erklärt was Gottes Zorn ist (eine strafende Abneigung gegen alles Böse) und zeigt auf, dass im Römerbrief die Darlegung über Gottes Gerechtigkeit (und somit auch das Thema der Rechtfertigung) mit dem Zorn Gottes beginnt – ein theologisch wichtiger Punkt! Des weiteren unterscheidet er richtig zwischen den gegenwärtigen und den zukünftigen Zorn Gottes und geht in diesem Thema auch noch kurz auf die Frage des Leides ein.

Die Artikel haben in mir persönlich das Interesse an diesem Thema verstärkt und motiviert, dieses wichtige Thema noch näher zu untersuchen.

Zur Form:
Was aus meiner Sicht in zukünftigen Ausgaben zu beachten ist, wäre eine intensivere Korrektur der Rechtschreibung.
Das Cover ist einzigartig – den einen wird es gefallen den anderen ggf. weniger – eine Frage des individuellen Geschmacks.

Eignung:
Zu empfehlen ist diese Ausgabe für Christen, welche sich gründlich mit theologischen Fragen bzw. Fragen zu wichtigen Grundthemen auseinander setzten wollen. Für Neueinsteiger im Glauben werden, aus meiner Sicht, einige offene Fragen und Verständnisschwierigkeiten auftreten – da viele Basics vorausgesetzt werden.

Fazit:
Eine gelungene Ausgabe!

Bildungsplan 2015

Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens!
Diese Petition benötigt noch weitere Unterschriften. Deine Stimme zählt.

Anbei die nähere Beschreibung dieser Petition:

Die Leitprinzipien des Bildungsplans 2015
Im Jahr 2015 tritt in Baden-Württemberg der neue Bildungsplan für die allgemeinbildenden Schulen in Kraft. Seit gut einem Jahr arbeiten die Bildungsplankommissionen an dessen Erstellung. Im November 2013 wurde in dem Arbeitspapier „Bildungsplanreform 2015 – Verankerung der Leitprinzipien“ (1) die Verankerung von fünf Leitprinzipien dargelegt: Berufliche Orientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, Prävention & Gesundheitsförderung sowie Verbraucherbildung. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass jedes dieser Leitprinzipien unter dem Gesichtspunkt der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ umgesetzt werden soll. In der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ soll dies so aussehen, dass Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von/mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexullen (LSBTTI) kennen und reflektieren sollen, wie schwule, lesbische, transgender Kultur und deren Begegnungsstätten.

Die Pläne schießen über das Ziel hinaus Weiterlesen

Lernen von Jesus – Versuchungen 5

Jesu Strategie

Der Teufel konnte Jesus nicht besiegen, er ist mit all seinen Methoden nicht durchgekommen. Obwohl er ständig die Strategie wechselte widerstand Jesus jedesmal.

Warum konnte Jesus immer widerstehen? Warum scheiterten alle Angriffe des Teufels? Was war die Strategie von Jesus?

Während der Teufel es immer auf eine andere Weise versuchte – auch so eine Art Verwirrspiel, reagiert Jesus immer gleich.

Der Teufel versuchte es mal mit menschlichen Bedürfnissen, forderte Jesus frech heraus, versuchte es mit Ansehen und Ehre, trat als Theologe auf, machte ein Angebot zur Macht ohne Kreuz und Dornenkrone und forderte Anbetung.

Er passte jede Versuchung der Situation an. Es waren maßgeschneiderte Versuchungen – aber er scheiterte grandios.

Warum?

Ist euch aufgefallen wie Jesus reagierte?
Immer gleich.

Es sagte: Es steht geschrieben, wiederum steht geschrieben und weg mit der Satan denn es steht geschrieben.

Und dann kam Jesus immer mit einem Zitat aus dem Alten Testament.

Jesus benutzte eine Strategie – er ließ Gott zu Wort kommen und das machte ihn erfolgreich.

Er führte keine langen Diskussionen mit dem Teufel – er ging nicht darauf ein – er überlegte sich nicht ob die Sünde doch nicht so schlimm sei – nein er kam mit Gottes Wort. So ließ er den Teufel mit allen seinen Anläufen immer auflaufen.

Was können wir für unser Leben daraus lernen. Weiterlesen

Lernen von Jesus – Versuchungen 4

Versuchung 3

Nachdem der Teufel mit seinen ersten Versuchungen gescheitert ist, versucht er es noch einmal.

Wie zuvor ändert er wieder seine Taktik. Jetzt will er Jesus endlich zu Fall bringen.

Er nimmt Jesus mit auf einen hohen Berg und zeigt im auf einmal alle Königreiche der Welt. Die ganze Welt mit aller Macht die es dort gibt.

Gottes Plan für Jesus war es, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz den Menschen Vergebung der Sünden bringt und  Gottes Herrschaft aufrichtet. Dieser Weg ist aber ein harter Weg der über das Kreuz führt. Jesus wusste, dass er am Kreuz sterben wird.

Und jetzt bringt der Teufel eine wirklich teuflische Versuchung.
Er bietet ihm die Herrschaft über die ganze Welt an.

Jesus bekommt die Herrschaft angeboten ohne den harten Weg über Kreuz und Dornenkorne gehen zu müssen. Das klingt doch richtig verlockend. Statts diesen mühsamen Weg voller Leid und Schmerzen zu gehen, anstatt am Kreuz sterbe zu müssen, ganz einfach das Ziel erreichen – das klingt doch nach einer verlockenden Abkürzung.

Warum soll man einen schweren Weg gehen wenn es einen leichteren gibt. Warum soll Jesus am Kreuz Folterqualen erdulden, wenn es so schneller und bequemer geht?

Dieses Angebot klingt verlockend ist aber hochgradig teuflisch.
So gäbe es aber keine Vergebung für unsere Sünden – denn dazu musste Jesus am Kreuz sterben. Die große Rechnung für unsere Sünden konnte nur durch den Tod Jesu bezahlt werden.

Das Angebot des Teufels war aber auch noch auf eine andere Weise vergiftet.

Der Preis den der Teufel verlangt ist, dass Jesus ihn anbetet. Er will das Jesus vor ihm niederkniet und ihm die Anbetung erweist die nur Gott gehört.
Der Teufel will sein wie Gott. Er will angebetet werden. Weiterlesen