Hoffnung: Gottes Königsherrschaft

Guido Baltes schreibt davon, wie wir Christen uns von der Hoffnung der kommenden Königsherrschaft Gottes anstecken lassen sollen:

Von der Hoffnung auf eine Welt, die besser ist als die, die wir gegenwärtig erleben. Auf eine veränderte Welt, in der Gottes Wille geschieht und seine Herrschaft anerkannt wird. In der alle Völker sich zu ihm wenden werden und die Erde voll sein wird von der Erkenntnis des Herrn, sowie Wasser die Meere bedeckt.

Wir warten auf diese Königsherrschaft Gottes. Denn es wird die Zeit kommen, in der Jesus als König wiederkommt. Es wird einen neuen Himmel und eine Neue Erde kommen und Jesus wird eine Herrschaft des Friedens aufrichten. Wölfe werden bei den Lämmern liegen, Schwerter werden zu Pflugscharen geschmiedet. Die Hoffnung Israels, die Hoffnung der Propheten – Jesus wird sie erfüllen – er wird wiederkommen.
Ja, komm Herr Jesus, komme bald!

Jesus als Zelot?

Der amerikanisch/iranische Autor Reza Aslan hat ein Buch über Jesus geschrieben und ihn dort als Zeloten beschrieben.
Demnach haben seine Jünger um der Rache Roms zu entgehen die Evangelien so geschrieben, dass Jesus nicht mehr als der verstanden wird, der Gewalt als legitime Widerstandsform verstand.
Daniel Frick hat bei Pro-Medienmagazin eine Rezension geschrieben:

[…]Die Berichte über Jesus in den neutestamentlichen Schriften, insbesondere den Evangelien, sind immer schon eine Deutung seiner Person. Demnach ist Jesus Christus der Erlöser der ganzen Welt. Um zu ermitteln, was zu dieser Deutung geführt haben könnte, müsste man also die „historischen Fakten“ herauslesen.[…]

[…] Jesus letztendlich nur einer der vielen Messiasse war, die ihr Volk befreien wollten. Wenn Jesus vom „Reich Gottes“ sprach, dann meinte er nicht ein „inwendiges“, „unsichtbares“ Reich, wie es die christliche Überlieferung Glauben macht, sondern die Restauration Israels. Mit seinen Heilungen und Wundern stellte er den etablierten Tempelbetrieb in Frage. […]

[…]Die Frage der Gewalt ist für Aslan entscheidend für die Identität Jesu: Wenn er Gewalt billigte, dann war er Zelot und nicht der „friedliebende“ Jesus des Christentums. Jesus billigte laut Aslan die Gewalt. Als Beleg zieht er eine bekannte Bibelstelle heran: In Matthäus 10,34 sagt Jesus, er sei nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.[…]Darüber hinaus: In welcher Höhle versammelte Jesus seine bewaffneten Anhänger, um die römischen Truppen zu überrumpeln?[…] Weiterlesen

Lernen von Jesus – Versuchungen 5

Jesu Strategie

Der Teufel konnte Jesus nicht besiegen, er ist mit all seinen Methoden nicht durchgekommen. Obwohl er ständig die Strategie wechselte widerstand Jesus jedesmal.

Warum konnte Jesus immer widerstehen? Warum scheiterten alle Angriffe des Teufels? Was war die Strategie von Jesus?

Während der Teufel es immer auf eine andere Weise versuchte – auch so eine Art Verwirrspiel, reagiert Jesus immer gleich.

Der Teufel versuchte es mal mit menschlichen Bedürfnissen, forderte Jesus frech heraus, versuchte es mit Ansehen und Ehre, trat als Theologe auf, machte ein Angebot zur Macht ohne Kreuz und Dornenkrone und forderte Anbetung.

Er passte jede Versuchung der Situation an. Es waren maßgeschneiderte Versuchungen – aber er scheiterte grandios.

Warum?

Ist euch aufgefallen wie Jesus reagierte?
Immer gleich.

Es sagte: Es steht geschrieben, wiederum steht geschrieben und weg mit der Satan denn es steht geschrieben.

Und dann kam Jesus immer mit einem Zitat aus dem Alten Testament.

Jesus benutzte eine Strategie – er ließ Gott zu Wort kommen und das machte ihn erfolgreich.

Er führte keine langen Diskussionen mit dem Teufel – er ging nicht darauf ein – er überlegte sich nicht ob die Sünde doch nicht so schlimm sei – nein er kam mit Gottes Wort. So ließ er den Teufel mit allen seinen Anläufen immer auflaufen.

Was können wir für unser Leben daraus lernen. Weiterlesen

Lernen von Jesus – Versuchungen 4

Versuchung 3

Nachdem der Teufel mit seinen ersten Versuchungen gescheitert ist, versucht er es noch einmal.

Wie zuvor ändert er wieder seine Taktik. Jetzt will er Jesus endlich zu Fall bringen.

Er nimmt Jesus mit auf einen hohen Berg und zeigt im auf einmal alle Königreiche der Welt. Die ganze Welt mit aller Macht die es dort gibt.

Gottes Plan für Jesus war es, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz den Menschen Vergebung der Sünden bringt und  Gottes Herrschaft aufrichtet. Dieser Weg ist aber ein harter Weg der über das Kreuz führt. Jesus wusste, dass er am Kreuz sterben wird.

Und jetzt bringt der Teufel eine wirklich teuflische Versuchung.
Er bietet ihm die Herrschaft über die ganze Welt an.

Jesus bekommt die Herrschaft angeboten ohne den harten Weg über Kreuz und Dornenkorne gehen zu müssen. Das klingt doch richtig verlockend. Statts diesen mühsamen Weg voller Leid und Schmerzen zu gehen, anstatt am Kreuz sterbe zu müssen, ganz einfach das Ziel erreichen – das klingt doch nach einer verlockenden Abkürzung.

Warum soll man einen schweren Weg gehen wenn es einen leichteren gibt. Warum soll Jesus am Kreuz Folterqualen erdulden, wenn es so schneller und bequemer geht?

Dieses Angebot klingt verlockend ist aber hochgradig teuflisch.
So gäbe es aber keine Vergebung für unsere Sünden – denn dazu musste Jesus am Kreuz sterben. Die große Rechnung für unsere Sünden konnte nur durch den Tod Jesu bezahlt werden.

Das Angebot des Teufels war aber auch noch auf eine andere Weise vergiftet.

Der Preis den der Teufel verlangt ist, dass Jesus ihn anbetet. Er will das Jesus vor ihm niederkniet und ihm die Anbetung erweist die nur Gott gehört.
Der Teufel will sein wie Gott. Er will angebetet werden. Weiterlesen

Jesus, Der Jude…

Im September diesen Jahres erschien das Buch von Guido Baltes Jesus, der Jude und die Missverständnisse der Christen.
In 8 Kapiteln geht er auf weit verbreite Missverständnisse in aktuellen Diskussionen über das Judentum und Jesus ein.
Mein Fazit ist: Alles in allem ist es ein großartiges Buch.
Es räumt Missverständnisse auf beiden Seiten auf – sowohl mit Vorurteilen als auch mit Theorien die durch zu einseitige Forschungen entstanden sind.

Verlagstext:

Dass Jesus ein Jude war, ist heute für jeden Christen selbstverständlich. Aber das war nicht immer so: Unser Bild des Judentums ist oft noch immer durch Unkenntnis oder Vorurteile der Vergangenheit getrübt. Dieses Buch baut eine Brücke, aus der Welt des modernen westlichen Christentums hinein in die Welt des Judentums zur Zeit Jesu. Es hilft, Jesus nicht nur durch die Brille unserer vertrauten christlichen Überzeugungen, sondern auch durch die Brille seiner jüdischen Zeitgenossen zu sehen.
Der Autor Guido Baltes hat in Jerusalem gelebt und gearbeitet. Aus den Erfahrungen seiner zahlreichen Gespräche mit Christen und Juden und aus der Begegnung mit dem Land der Bibel wirft er ein neues Licht auf vertraute Texte des Neuen Testaments. Er möchte dazu beitragen, dass die Begegnung mit Jesus nicht zu einer Abgrenzung vom Judentum führt, sondern zu einer tieferen Verwurzelung im jüdischen Denken und Glauben.

 

Lernen von Jesus – Versuchungen 3

Nachdem die erste Versuchung scheiterte setzt der Teufel zu einem Strategiewechsel an. Er ändert einfach mal seine Taktik und greift von einer anderen Richtung an.
Jetzt versucht der Teufel es ganz auf fromm. Er tritt jetzt als Theologe auf und fordert Jesus zu einem Gottesbeweis auf.
Aber ein nach dem anderen.
Der Teufel nimmt Jesus mit nach Jerusalem auf das Dach des Tempels.
Der war ziemlich hoch, man hatte eine recht gute Aussicht, auch nach unten, denn es ging ca. 40 m herunter.
Dort oben auf dem Dach kam dann die Herausforderung .
Wenn du der Sohn Gottes bist – na schön, beweise es!
Es war eine spöttische Versuchung und eine große Provokation.
Der Teufel stellt die Göttlichkeit Jesu in Frage. Mit dieser unverschämten Provokation wollte er Jesus dazu bringen die Herausforderungen anzunehmen.
Er wollte das Jesus vom Tempel springt.
So könnte er doch beweisen, dass er göttlich ist.
Wenn Jesus diesen Sturz aus 40 m unbeschadet überlebt wäre der Beweis gebracht. Er könnte Beweisen, dass er der Sohn Gottes ist.
Und nicht nur das. Der Tempel war ja das Zentrum des jüdischen Lebens. Man ging viel zum beten in den Tempel. Dort war reger Betrieb.
Ein Sprung vom Dach des Tempels hätte Jesus in den Mittelpunkt gestellt.
Statts der Abgeschiedenheit der Wüste, stände Jesus im Zentrum. Weiterlesen