Missionale Gemeinden?

In seinem Buch Gemeinde. Aber richtig, geht L.J. Crabb auch auf das Thema missionale Gemeinden ein, er schreibt über diese :

Eine Betonung, die ich nicht höre – manchmal wird es geradezu bestritten, meistens jedoch einfach nicht nur erwähnt -, ist die Notwendigkeit einer Bekehrung; die Notwendigkeit, gerettet zu werden, sich als einen Sünder zu sehen, der die unfassbare Chance hat, Vergebung zu erlangen und ein ewiges Leben im Himmel zu gesichert zu bekommen.

Einem hungrigen Kind im Namen Jesu zu essen zu geben ist gut. Doch wenn diese missionale Aktivität nicht in der von Gebet begleiteten Hoffnung geschieht, dass das hungrige Kind Christus als seinen Retter von der Sünde annehmen und in der Zuversicht auf ein wunderbares, nie endendes Leben im neuen Himmel und auf der neuen Erde leben wird, und wenn das Blut Christi nicht als kostbar angesehen wird als Nahrung und Obdach, dann fällt es mir schwer, diese Mission als christlich zu betrachten.[..]

Das Reich Gottes kommt auf die Erde, wenn ein Mensch auf dem Weg zur Hölle Christ wird und wenn der Wert des Todes Christi über alle andern Werte geschätzt wird.[…]

Die missionale Gemeinde muss sich auf die Wahrheit besinnen, dass Christus unsere Hoffnung auf künftige Herrlichkeit ist, nicht die totale Erfahrung in der Gegenwart, und dass die Vorfreude und der Durst nach jenem Tag uns durch die Leere und Einsamkeit hindurch tragen werden, die wir in dieser Welt empfinden.
Sie muss ihr Bewusstsein vertiefen, dass  es im Leben jedes Christen nach wie vor Sünde, Scham und Schwächen gibtm denen er sich in der Gegenwart einer gnadenerfüllten Gemeinschaft bis zur Zerbrochenheit authentisch stellen muss. Und sie muss sich neu auf das Kreuz Christi als den Zugang zu Gegenwart Gottes  ausrichten.