Lernen von Jesus – Versuchungen 4

Versuchung 3

Nachdem der Teufel mit seinen ersten Versuchungen gescheitert ist, versucht er es noch einmal.

Wie zuvor ändert er wieder seine Taktik. Jetzt will er Jesus endlich zu Fall bringen.

Er nimmt Jesus mit auf einen hohen Berg und zeigt im auf einmal alle Königreiche der Welt. Die ganze Welt mit aller Macht die es dort gibt.

Gottes Plan für Jesus war es, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz den Menschen Vergebung der Sünden bringt und  Gottes Herrschaft aufrichtet. Dieser Weg ist aber ein harter Weg der über das Kreuz führt. Jesus wusste, dass er am Kreuz sterben wird.

Und jetzt bringt der Teufel eine wirklich teuflische Versuchung.
Er bietet ihm die Herrschaft über die ganze Welt an.

Jesus bekommt die Herrschaft angeboten ohne den harten Weg über Kreuz und Dornenkorne gehen zu müssen. Das klingt doch richtig verlockend. Statts diesen mühsamen Weg voller Leid und Schmerzen zu gehen, anstatt am Kreuz sterbe zu müssen, ganz einfach das Ziel erreichen – das klingt doch nach einer verlockenden Abkürzung.

Warum soll man einen schweren Weg gehen wenn es einen leichteren gibt. Warum soll Jesus am Kreuz Folterqualen erdulden, wenn es so schneller und bequemer geht?

Dieses Angebot klingt verlockend ist aber hochgradig teuflisch.
So gäbe es aber keine Vergebung für unsere Sünden – denn dazu musste Jesus am Kreuz sterben. Die große Rechnung für unsere Sünden konnte nur durch den Tod Jesu bezahlt werden.

Das Angebot des Teufels war aber auch noch auf eine andere Weise vergiftet.

Der Preis den der Teufel verlangt ist, dass Jesus ihn anbetet. Er will das Jesus vor ihm niederkniet und ihm die Anbetung erweist die nur Gott gehört.
Der Teufel will sein wie Gott. Er will angebetet werden. Weiterlesen

Lernen von Jesus – Versuchungen 3

Nachdem die erste Versuchung scheiterte setzt der Teufel zu einem Strategiewechsel an. Er ändert einfach mal seine Taktik und greift von einer anderen Richtung an.
Jetzt versucht der Teufel es ganz auf fromm. Er tritt jetzt als Theologe auf und fordert Jesus zu einem Gottesbeweis auf.
Aber ein nach dem anderen.
Der Teufel nimmt Jesus mit nach Jerusalem auf das Dach des Tempels.
Der war ziemlich hoch, man hatte eine recht gute Aussicht, auch nach unten, denn es ging ca. 40 m herunter.
Dort oben auf dem Dach kam dann die Herausforderung .
Wenn du der Sohn Gottes bist – na schön, beweise es!
Es war eine spöttische Versuchung und eine große Provokation.
Der Teufel stellt die Göttlichkeit Jesu in Frage. Mit dieser unverschämten Provokation wollte er Jesus dazu bringen die Herausforderungen anzunehmen.
Er wollte das Jesus vom Tempel springt.
So könnte er doch beweisen, dass er göttlich ist.
Wenn Jesus diesen Sturz aus 40 m unbeschadet überlebt wäre der Beweis gebracht. Er könnte Beweisen, dass er der Sohn Gottes ist.
Und nicht nur das. Der Tempel war ja das Zentrum des jüdischen Lebens. Man ging viel zum beten in den Tempel. Dort war reger Betrieb.
Ein Sprung vom Dach des Tempels hätte Jesus in den Mittelpunkt gestellt.
Statts der Abgeschiedenheit der Wüste, stände Jesus im Zentrum. Weiterlesen

Genau hingeschaut – Willow Creek Teil 6

Willow und das Marketing

Die einen verachten es und legen es als komplett falsch beiseite und die anderen sehen es als eine segensreiche Methode in der Gemeinde und wollen es ganz anwenden – Marketing.

Doch schauen wir uns erst einmal an was Marketing an sich ist.

Was ist Marketing

Marketing ist der Ausdruck eines marktorienierten, also kundenorientierten Denkstils.

Das Marketing hat verschiedene Phasen

1.Marktforschung /Situationsanalyse
2.Ziele Entwickeln
3.Strategien entwickeln
4.Maßnahmen Planen / Marketing-Mix
5.Maßnahmen umsetzten / Marketing-Mix
6.Marketingkontrolle

Ich gehe mal näher auf die Punkte 4 und 5 ein. Zu diesen Maßnahmenplanungen gehören unter anderem folgende Marketinginstrumente:
1. Die Produktpolitik
Die Produktpolitik regelt die Produktgestaltung, die Servicepolitik sowie die Produktdifferenzierung
2. Die Kommunikationspolitik
Hierzu gehört Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Verkaufsförderung sowie der persönliche Verkauf.

Soweit erst mal zur Theorie, schauen wir uns an wie bei Willow Marketing angewandt wird.

Schauen wir uns erst einmal die positiven Auswirkungen an.

1.Willow hat eine Vision, also ein Ziel (Marketingphase 2) für die Gemeinde. Sie wollen das sich die örtliche Gemeinde in dem Gebiet der Evangelisation nach außen bemüht.
2.Verwalterschaft. Willow sagt das man die Verantwortung für das vorhandene Potential übernehmen muss und fordert auf zu einem treuen Verwalter-dienst
3.Willow hat für die Gemeinde eine Strategie (Marketingphase 3) um aussenstehende zu erreichen (siehe 7 Schritt-Strategie)
4.Überzeugende Kommunikation ( Marketingphase 4) Dazu gehören Willows offene Gottesdienste, die nebenbei nicht die Sonntagsgottesdienste bei ihnen ersetzen, wo sie Nichtchristen auf überzeugende Art und Weise den Glauben erklären. Weiterlesen

Genau hingeschaut – Willow Creek Teil 5

Willows Evangelisationskonzept

In diesem Artikel soll es um Willows 7-Schritt-Strategie gehen.
Ich fasse die ersten Punkte unter dem Begriff „Persönliche Evangelisation zusammen.

Willow Creek legt sehr großen Wert darauf das jeder Christ in der Gemeinde „Persönliche Evangelisation“ betreibt. Sie bieten extra Kurse an um den Christen dies nahe zubringen.
Hybels empfiehlt erst einmal den Menschen zu erzählen, das man Christ ist. Er empfiehlt auch über die eigene Bekehrung zu berichten (im traditionellen Wortlaut sein Zeugnis zu geben), was er in seinem Buch „Mach den ersten Schritt“ ausführlich darlegt.
Er ermutigt Christen auch Ihre nichtchristlichen Freunde, mit Ausdauer zu Gästegottesdienste einzuladen, wo sie sich dann das Evangelium hören sollen und das Ziel ist selbstverständlich, eine Bekehrung.

Doch wie sehen diese Gästegottesdienste von Willow aus. Viele Kritisieren diese, anscheinend sind sie von bösen Marketingmethoden durchtränkt samt viel Psychologie.
Kritisiert wurde auch das diese evangelistische Gottesdienste Sonntags und die Gottesdienste für die Gemeinde unter der Woche waren. Hier muss ich anfügen, dass Willow seit wenigen Jahren hier das Konzept geändert hat und Sonntags normale Gottesdienste und meines Wissen die Gästegottesdienste verlegt hat. Nebenbei, wer sich selbst ein Bild von den Predigten machen will kann hier viele sehen oder hier auf Deutsch.

Doch was ist das Besondere an Willows Gottesdiensten? Weiterlesen

Genau hingeschaut – Willow Creek Teil 4

Willows Evangelisationskonzept – Einleitung

Das Evangelisationskonzept Willow Creek lässt sich in der 7-Schritt-Strategie zusammenfassen

Die 7-Schritte-Strategie der Willow Creek Community Church:

  1. Christen bauen eine aufrichtige Freundschaft zu einem Nichtchristen auf. (Lukas 7,34)
  2. Christen erzählen anderen von ihrem Leben mit Gott. (1.Petrus 3,15)
  3. Christen laden ihre kirchendistanzierten Freunde zu einem speziell für sie gestalteten Gottesdienst ein. (Römer 10,14-15)
  4. Kirchendistanzierte Menschen entscheiden sich für Christus und nehmen regelmäßig am Gemeindegottesdienst teil. (Kolosser. 3,16)
  5. Mitgliedschaft in einer Kleingruppe (Johannes 13,34-35)
  6. Entdeckung, Entwicklung und Anwendung der geistlichen Gaben (Römer 12,4-5)
  7. Neuer Umgang mit Finanzen, Ressourcen und Zeit (2.Korinter 8,7)

Willow will also mittels Freundschaftsevangelisation und speziellen Gästegottesdienste die Menschen erreichen, das wird in den ersten 4 Punkten dargestellt.
Danach sollen die Leute in eine Kleingruppe aufgenommen werden, geistliche Gaben entdecken, bekommen & anwenden und auch anders mit Zeit & Geld umgehen.

Diese einzelnen Punkte sollen in den kommenden Artikel genauer Untersucht werden.

Genau hingeschaut – Willow Creek 3

Willows Geschichte Teil 2

Die Jahre 1978/1979 veränderten Willow Creek komplett.
Nach diesem Ereignissen erinnerte sich ein Besucher an folgenden Satz in Hybels Predigt

Wir fangen jetzt an, das Evangelium so zu Predigen, wie es gepredigt werden muss. Wir verstecken nichts mehr. Wir haben nicht die Absicht, die Ohren der Leute zu kitzeln. Wenn euch das nicht gefällt dann geht.

Aber was waren das für Ereignisse die zu dieser Wende führten

Alles drunter und drüber
Im Jahr 1978 waren die Willow Mitarbeiter total überarbeitet, eine 80 Stunden Woche war keine Ausnahme sondern die Regel. Ein weiterer Punkt war das jeder seine Geschäft so machte wie er es für richtig hielt, während es  z.B.  für ein halbes Jahr keine Besprechungen gab…
Aufgrund dieses Problems rief  Hybels anfang 1978 die Mitarbeiter zu einer Besprechung zusammen und sagte folgenden Satz.

Wir können jede mögliche Struktur haben, die Ihr wollt; aber es muss eine Person gefunden werden, der man den Schwarzen Peter zuschieben kann.
Lasst uns nicht auf die Person, sonder auf Gaben blicken! Wer hat nach eurer Meinung die stärkste Leiungsgabe?

Keiner schlug  jemand vor und so nominierte Hybels sich selbst und wurde zum Leiter von Willow Creek.
Dave Holmbo, der Willow zusammen mit Hybels gegründet hatte wurde davon frustriert weil Hybels nun über ihn stand und er, wie alle anderen, Hybels  Bericht erstatten musste.
Es ging soweit das sich Holmbo in seiner Frustration in moralische Sünden verstrickte die dann zu seiner Entlassung führten.  Das war im Jahr 1979.  Die Entlassung führte Nebenbei zu großen Spannungen in der Gemeinde.

Umkehr
Durch diese Krise änderte sich viel. Hybels & Co. merkten das sie nicht mehr so weitermachen konnten. Vorallem die Lehre änderte sich. Hybels erkannte das die Schullersche Theologie falsch war, er ging auch zu Schuller und sagte das er nun in Willow über Sünde predigen werde (das war bei Schuller total verpönt). Er begann nun in der Gemeinde eine Predigtreihe über die Heiligkeit Gottes und predigte klar und deutlich. Allerdings ist er jetzt nicht immer so direkt wie er es da war. Heute Predigt er klar über Sünde den Heilsweg und so aber zu der Zeit war es wohl noch mehr.
Über die Zeit vor den Veränderungen sagte Hybels die folgende Aussagen: Weiterlesen

Genau hingeschaut – Willow Creek 2

Willows Geschichte Teil 1

Willow Creek entstand aus der Jugendgruppe Son City. Interessant ist, dass Bill Hybels nicht der alleinige Gründer war. Mit Dave Holmbo gründete Bill Hybels schlussendlich Willow Creek, nebenbei Dave Holmbo hat Willow 1979 verlassen (warum und was sich dann in Willow radikal änderte ist für den nächsten Artikel vorgesehen).
In diesem Artikel lege ich Willows erste Jahre, bis zum Jahr 1978/1979 dar.

Um Willows Geschichte zu verstehen ist es ratsam sich die zwei Gründer mal genauer anzuschauen.

Dave Holmbo
Dave Holmbo wuchs in einer sehr strengen Gemeinde als stiller Rebell auf. In seiner Jugend verließ er die Gemeinde und ging in eine evangelikalen Gemeinde in South Park. Dort arbeitete er im musikialischen Bereich mit, nebenbei dort ging es mit der Musik heftiger zu als in anderen Gemeinden, Holmbo liebte härtere Musik. Dort suchte er jemand wo Gitarrist werde könnt. Dann kam eine Gruppe langhaariger junger Männer. Unter ihnen war Bill Hybels der Gitarrist wurde.
Zusammen mit Hybels (der zu der Zeit noch Theologie studierte) leitete Holmbo dan die Jugendgruppe Son City. Hybels war für die Lehre und das Praktische zuständig und Holmbo für das kreative, Musik Schauspiel sowie für das Programm zuständig.

Bill Hybels
Der junge Bill Hybels studierte Theologie. In seinem Studium gab es ein Professor der Ihn bleibend geprägt hat, Dr. Bilezikan.
Dr. Bilezikan war mit der Situation der Amerikanischen Gemeinden unzufrieden, er kritisierte die Trägheit und Starrheit der Gemeinden. Er wurde zum Mentor von Bill Hybels. Durch Ihn lernte Hybels das Gott nicht nur für die Menschen zu Sünden vergeben da ist, sondern das Gott eine Freundschaftlich Beziehung will.
Bilezikan rief auf mehr zu Evangelisieren und dabei die Menschen mit den Augen der Ewigkeit zu sehen.
Doch er war nicht der einzigste der Hybels geprägt hat.
1975, in dem selben Jahr in dem Willow gegründet wurde, besuchte Hybels ein Gemeindewachstumsseminar von Robert Schuller (Wer Schuller ist und was er lehrt will ich in einem anderen Artikel als Exkurs darstellen). Schuller forderte dazu auf bedürfnissorieniert zu predigen. Er wollte das der „Gottesdienst“ den Menschen im Sozialen, im Beruf… er redete viel von der Liebe Gottes aber nicht von der Sünde. Schuller riet davon ab über Sünde (und damit automatisch auch über Bekehrung) zu predigen.
Auch Schuller hat die Anfänge von Willow geprägt, weil Willow sich bis zu Jahr 1979 stark an dieses Konzept gehalten hat.
Ein Mitarbeiter hat die Lehre in der Zeit mit folgenden Sätzen beschrieben:

’ne Menge Kram über Selbstwertgefühl und viel nützlicher Kram, aber das Ganze war nicht richtig nach der Bibel. Ich glaub‘ , das war nicht Absicht, sondern eher zufällig

Willow wuchs bis zum Jahr 1979 beachtlich und danach noch mehr. Aber das Jahr 1979 veränderte Willow komplett, nicht nur in der Thologie (über Sünde und Bekehrung predigen).
Um diese Veränderungen und wie es dazu kam geht es im nächsten Artikel den ich bis zum 14 diesen Monats veröffentlichen will…