Lernen von Jesus – Versuchungen 5

Jesu Strategie

Der Teufel konnte Jesus nicht besiegen, er ist mit all seinen Methoden nicht durchgekommen. Obwohl er ständig die Strategie wechselte widerstand Jesus jedesmal.

Warum konnte Jesus immer widerstehen? Warum scheiterten alle Angriffe des Teufels? Was war die Strategie von Jesus?

Während der Teufel es immer auf eine andere Weise versuchte – auch so eine Art Verwirrspiel, reagiert Jesus immer gleich.

Der Teufel versuchte es mal mit menschlichen Bedürfnissen, forderte Jesus frech heraus, versuchte es mit Ansehen und Ehre, trat als Theologe auf, machte ein Angebot zur Macht ohne Kreuz und Dornenkrone und forderte Anbetung.

Er passte jede Versuchung der Situation an. Es waren maßgeschneiderte Versuchungen – aber er scheiterte grandios.

Warum?

Ist euch aufgefallen wie Jesus reagierte?
Immer gleich.

Es sagte: Es steht geschrieben, wiederum steht geschrieben und weg mit der Satan denn es steht geschrieben.

Und dann kam Jesus immer mit einem Zitat aus dem Alten Testament.

Jesus benutzte eine Strategie – er ließ Gott zu Wort kommen und das machte ihn erfolgreich.

Er führte keine langen Diskussionen mit dem Teufel – er ging nicht darauf ein – er überlegte sich nicht ob die Sünde doch nicht so schlimm sei – nein er kam mit Gottes Wort. So ließ er den Teufel mit allen seinen Anläufen immer auflaufen.

Was können wir für unser Leben daraus lernen. Weiterlesen

Lernen von Jesus – Versuchungen 4

Versuchung 3

Nachdem der Teufel mit seinen ersten Versuchungen gescheitert ist, versucht er es noch einmal.

Wie zuvor ändert er wieder seine Taktik. Jetzt will er Jesus endlich zu Fall bringen.

Er nimmt Jesus mit auf einen hohen Berg und zeigt im auf einmal alle Königreiche der Welt. Die ganze Welt mit aller Macht die es dort gibt.

Gottes Plan für Jesus war es, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz den Menschen Vergebung der Sünden bringt und  Gottes Herrschaft aufrichtet. Dieser Weg ist aber ein harter Weg der über das Kreuz führt. Jesus wusste, dass er am Kreuz sterben wird.

Und jetzt bringt der Teufel eine wirklich teuflische Versuchung.
Er bietet ihm die Herrschaft über die ganze Welt an.

Jesus bekommt die Herrschaft angeboten ohne den harten Weg über Kreuz und Dornenkorne gehen zu müssen. Das klingt doch richtig verlockend. Statts diesen mühsamen Weg voller Leid und Schmerzen zu gehen, anstatt am Kreuz sterbe zu müssen, ganz einfach das Ziel erreichen – das klingt doch nach einer verlockenden Abkürzung.

Warum soll man einen schweren Weg gehen wenn es einen leichteren gibt. Warum soll Jesus am Kreuz Folterqualen erdulden, wenn es so schneller und bequemer geht?

Dieses Angebot klingt verlockend ist aber hochgradig teuflisch.
So gäbe es aber keine Vergebung für unsere Sünden – denn dazu musste Jesus am Kreuz sterben. Die große Rechnung für unsere Sünden konnte nur durch den Tod Jesu bezahlt werden.

Das Angebot des Teufels war aber auch noch auf eine andere Weise vergiftet.

Der Preis den der Teufel verlangt ist, dass Jesus ihn anbetet. Er will das Jesus vor ihm niederkniet und ihm die Anbetung erweist die nur Gott gehört.
Der Teufel will sein wie Gott. Er will angebetet werden. Weiterlesen

Lernen von Jesus – Versuchungen 3

Nachdem die erste Versuchung scheiterte setzt der Teufel zu einem Strategiewechsel an. Er ändert einfach mal seine Taktik und greift von einer anderen Richtung an.
Jetzt versucht der Teufel es ganz auf fromm. Er tritt jetzt als Theologe auf und fordert Jesus zu einem Gottesbeweis auf.
Aber ein nach dem anderen.
Der Teufel nimmt Jesus mit nach Jerusalem auf das Dach des Tempels.
Der war ziemlich hoch, man hatte eine recht gute Aussicht, auch nach unten, denn es ging ca. 40 m herunter.
Dort oben auf dem Dach kam dann die Herausforderung .
Wenn du der Sohn Gottes bist – na schön, beweise es!
Es war eine spöttische Versuchung und eine große Provokation.
Der Teufel stellt die Göttlichkeit Jesu in Frage. Mit dieser unverschämten Provokation wollte er Jesus dazu bringen die Herausforderungen anzunehmen.
Er wollte das Jesus vom Tempel springt.
So könnte er doch beweisen, dass er göttlich ist.
Wenn Jesus diesen Sturz aus 40 m unbeschadet überlebt wäre der Beweis gebracht. Er könnte Beweisen, dass er der Sohn Gottes ist.
Und nicht nur das. Der Tempel war ja das Zentrum des jüdischen Lebens. Man ging viel zum beten in den Tempel. Dort war reger Betrieb.
Ein Sprung vom Dach des Tempels hätte Jesus in den Mittelpunkt gestellt.
Statts der Abgeschiedenheit der Wüste, stände Jesus im Zentrum. Weiterlesen

Lernen von Jesus – Versuchungen 2

Nachdem Jesus 40 Tage auf Essen verzichtete kommt der Auftritt des Teufels.
Er fordert Jesus auf aus Steinen Brot zu machen. Schließlich hat Jesus, als Sohn Gottes die Macht dazu.Mit diesem „kleinen“ Wunder könnte Jesus ohne Probleme das Problem des Hungers lösen.
Was sollte den daran schon so schlimm sein?
Warum soll es falsch sein durch ein Wunder den Hunger zu stillen?
Halten wir uns noch einmal vor Augen – Warum kam Jesus auf die Welt. Es ging um die Rettung der Menschen. Deswegen wurde er als Gott GANZ Mensch. Um die Menschen zu Retten musste er ganz Mensch werden.
Zum Menschsein gehören übrigens auch menschliche Empfindungen, wie Hunger.
Wenn Jesus hier um seine Bedürfnisse zu stillen ein Wunder getan hätte, wäre es ein nein zum Leben in der Niedrigkeit des Menschseins.
Es wäre ein nein zum ganzen Menschsein it allen dessen Beschränkungen.
Jesus hatte die Wahl den steinigen Weg des Rettungsprojektes zu gehen, welcher das Menschsein einschloss und ihn schlussendlich bis zum Kreuz führen sollte oder das Nachgeben gegen die Versuchung und dem damit verbundenen Scheitern der Rettung.
Es war eine Wahl zwischen Entbehrung und Bequemlichkeit.

Jesus antworte übrigens gar nicht so ausführlich. Er verwies einfach auf Gottes Wort.

Lernen von Jesus – Versuchungen 1

Es gibt Augenblicke die unsere Welt nachhaltig verändern können. Unscheinbare Handlungen können Auslöser für große Ereignisse sein.
Es war nur ein kurzer Augenblick, bei den ersten Menschen, ein Dialog, dass Essen einer Frucht. Die Welt war nicht mehr wie zuvor. Die Menschen haben sich von Gott getrennt – die Sünde war in der Welt. Die Folgen waren Tod, Leid und eine ewige Trennung von Gott.
Gott hätte hier einen Schlussstrich ziehen können – die Menschheit vernichten und vergessen.
Doch Gott gab die Menschheit nicht auf – im Gegenteil. Ein Retter wird verhießen (Gen 3,15).
Gottes langer Weg zu uns Menschen begann. Ein Weg der durch Jesus zum Ziel kommt – ein Weg der die Menschen über die Erlösung durch Jesus schlussendlich hinein in Gottes neue Wirklichkeit bringen kann.

Jesus kam auf die Welt um den Kollateralschaden, den der Sündenfall verursachte zu beheben und um Gottes Herrschaft zu bringen.
Gott wurde Mensch  – doch damit war das Projekt zur Rettung nicht fertig.
Der Weg war ein langer und ein steiniger. Ein Weg der durch die Tiefen der Erniedrigung führte, der bis zum Kreuz ging.
Auf diesem Weg versuchte Gottes Widersacher Jesus zu Fall zu bringen. Er wollte die Rettung der Welt verhindern (vergl. Matthäus 4, 1-11).

Schauen wir uns zuerst die Situation näher an.
Jesus er war zu dem Zeitpunkt ca. 30 Jahre alt. Bisher hat er als Zimmermann gearbeitet und war noch relativ unbekannt. Doch sein öffentliches Auftreten sollte beginnen. Er ließ sich am Jordan von Johannes taufen. Dann geschah es – Gott bestätigte das er sein Sohn ist. Der Heilige Geist kam wie eine Taube auf Jesus herab und eine Gott sagte, dass er sein geliebter Sohn ist, an dem er Wohlgefallen hat.
Man könnte meinen, dass jetzt der Moment gekommen sein, dass vom Himmel eine große Kanzel herabgelassen wird und Jesus zu dem Volk reden würde.Doch alles kam anders.
Jesus, er lässt sich vom Heiligen Geist leiten, wird von Gottes Geist in die Wüste geführt. Statt der großen Bühne die Abgeschiedenheit der Wüste. Statt Menschenmengen und Lärm, Stille und Einsamkeit.
Dazu kam das Jesus 40 Tage und Nächte fastete.
Jesus setzte sich als der Sohn Gottes diesen Entbehrungen aus.
Vor seinem öffentlichen Auftreten kam erst eine Zeit der Versuchungen.
Nebenbei: Als Christen ist Jesus unser Vorbild. Wir wollen uns auch von Gott führen lassen. Wir müssen aber damit rechnen, dass Gott uns nicht einfach bequeme Wege führt.  Die Dinge können anders laufen als wir es uns vorstellen oder planen.

In noch folgenden Artikeln werde ich die Geschichte der Versuchung näher behandeln.